Wooroonooran Nationalpark – oder: Die Blutegelwanderung

Kleiner Ruecklick in den Wooroonooran Nationalpark. Dort haben wir uns auf eine Campsite (Stellplatz und Dixi-Klos am Rand der Lichtung) mitten im Regenwald gestellt um am naechsten Morgen dann einen walk zu einem Wasserfall zu machen. Als wir dann gerade beim Essen vorbereiten waren und es dunkel wurde, fingen von einer Sekunde auf die Andere millionen (?) von Zikaden anfingen zu zirpen und uns zum Rueckzug in den Camper zwangen, um Gehoerschaeden zu vermeiden. Echt richtig laut! Das dauerte dann so 10-20 Minuten bis es Nacht war, bevor die “normale” Geraeuschkulisse des Regenwalds wieder durchkam. Welche uebrigens an sich auch schon recht unheimlich ist (war), aber man gewoehnt sich dann doch recht schnell an die vielen unbekannten Tiergeraeusche, vor allem wenn man nach und nach die zugehoerigen Tiere zuordnen kann :)

Jetzt aber zur Wanderung: Nach einer Flussdurchwatung und anschliessender Wegstrecke kamen wir dann an einen kleinen “Gumpen”. Dort haben wir dann eine Stabheuschrecke in einem Nusch entdeckt. Also rumgestanden, angeguckt, Foto gemacht. Und je laenger wir da so standen, desto mehr von den Stabheuschrecken haben wir entdeckt, bis eigentlich klar wurde, dass der ganze Busch zu 50 % aus den Viechern besteht.  Und genau hier haben wir dann zum ersten mal die Blutegel bemerkt… 2-5 cm lange Wuermer die sich fortbewegen, indem sie sich mit einem Ende festsaugen und dann das andere Ende in die beabsichtigte Richtung klappen, sich wiederum festsaugen, usw. ( Quasi wie diese Federdinger, die man die Treppe runterlaufen lassen kann.) und das ganze wirklich schnell. Naja. Den Rest der Wanderung haben wir dann alle 100 Meter angehalten, um die Viecher von den Schuhen, Socken oder Beinen zu schnippen  (Tina: “IIIEEEEHHHH, mir haengt einer am Daumen fest!!!!!”) Hoert sich vielleicht richtig lustig an, war es aber nicht wirklich. Zumal ca. 100% Luftfeuchtigkeit und 35Grad. Achso, die handtellergrossen Spinnen, die ihre Netze staendig quer ueber den Pfad gesponnen haben, haben auch nicht zur Entspannung beigetragen. (Ok, die meisten waren etwas kleiner, aber nicht alle!) Und ich sag’ euch, man lernt einiges ueber sich selbst, wenn man mit dem Kopf voraus in so ein Netz reinlaeuft. ( z.B. zu welch eigenartigen Geraeuschen man so faehig ist :)

Erfreulich an dieser Wanderung aber war der belohnende Wasserfall. Und unsere erste Schlange! Die lag wiederum an einem kleinen Pool auf einer Baumwurzel rum. Keine Ahnung was fuer eine das war, aber vielleicht finde ich nachher ja noch das Bild und ihr koennt uns da weiterhelfen.  Ich geh’ einfach mal davon aus, dass sie aeusserst gefaehrlich und bestimmt toedlich giftig war.

bis dann

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